Offener Kleiderschrank unter der Dachschrägen - Ikea hack



Moin Ihr Lieben,

seit ich im letzten Herbst mit dem Schlafzimmer ins Dachgeschoss gezogen bin - und eigentlich auch schon vorher - überlege ich hin und her, wie ich meine Kleidung am besten unterbringen könnte. Seitdem stand hier ein Provisorium.






Zur Verfügung stand meine Ikea-Kommode, als Kleiderständer hab ich erstmal zwei Ivar-Seitenteile an die Wand gelehnt.




Der Rest fand in Kartons Platz.

Ursprünglich schwebte mir eine Lösung mit Drempelschränken vor. Einem höheren, in den ich die Kleider hängen könnte und niedrigere mit Schubladen. 





Ich hatte jemanden gefunden, der mir die bauen würde, wir hatten sogar schon ein bisschen was eingekauft. Dann ging es aber nicht los. In der Zwischenzeit habe ich immer mal wieder Kleidung aussortiert, die ich nicht mehr angezogen habe oder die kaputt war. Ein Teil ist in den Wirtschaftsraum gewandert zu den Arbeitsklamotten. 

Irgendwann fiel mir auf, dass ich möglicherweise gar nicht mehr so viel Stauraum benötige, wie ich mal angenommen hatte. Die Kartons waren gar nicht mehr voll. Ich brauchte eigentlich nur eine Möglichkeit, Kleidung aufzuhängen und noch ein paar Schubladen.

Also habe ich wieder auf Pinterest und der Bloggerwelt herumgestöbert und mich inspirieren lassen. Dann fiel der Entschluss, mir einen offenen Kleiderschrank zu bauen und niedrige Bestå-Schubladenschränke unter die Schräge zu stellen. Das sollte locker ausreichen.

Einige werden sich möglicherweise fragen, warum ich mich nicht für eine fertige offene Kleiderschranklösung entschieden habe. Tatsächlich hatte ich das überlegt, allerdings passte keine in mein Schlafzimmer. Die meisten sind viel zu hoch für meine niedrigen Wände. Bei den Kleiderständern das selbe. Zu hoch, zu breit. Hm.

Letzte Woche hab ich dann alles genau ausgemessen, bin losgezogen und habe eingekauft:

1 Ivar Seitenteil 50x179
1 Ivar Seitenteil 50x124
Komplement Kleiderstange 100cm

Die Seitenteile habe ich erstmal weiß lackiert. Dann die Stange befestigt und zwei Leisten quer angeschraubt zur Stabilisierung - fertig ! Das ganze hat ziemlich genau 31 Euro gekostet. Lack, Leisten und Schrauben hatte ich da, die habe ich nicht mitgerechnet.



Lichtschalter und Steckdosen fehlen noch, genauso die Lampe. Das kommt dann als nächstes. Vergessen habe ich die passenden Haken zum Regal. Man kann sie auf die Querstreben der Seitenteile stecken. 




Das längere Seitenteil habe ich gewählt, um dort auch mal ein längeres Kleid anhängen zu können.











Unter der Schrägen stehen jetzt drei Bestå-Einheiten 120x40x38 mit je zwei Schubladen. Ich habe Füße angebracht, weil ich finde, dass das etwas luftiger aussieht. Außerdem kann man die Schubladen so sicher öffnen und - ganz wichtig - ich kann darunter und dahinter saugen. Die Einheiten stehen mit etwas Abstand zum Drempel, dahinter kann sich also so einiges ansammeln und einnisten, daher war mir das wichtig. 




Und das war es schon. Einfach, günstig und völlig ausreichend. Und mir gefällt die Lösung sehr gut. Weder die Kleiderstange noch die Schubladen sind auch nur annähernd voll. Es ist schön, da ein bisschen Reserve zu haben, aber am liebsten wäre es mir, wenn es so bliebe.



Ein kleines bisschen Deko könnte hier vielleicht noch hin :-).




 *****

MerkenMerken

Kommentare

  1. Ah, so etwas liiiebe ich! Das ist schön, individuell angepasst, und nicht, was "man" eben so hat.
    So geht es auch - vortrefflich. Und der Raum ist noch ein Raum und keine beengte Schlafnische. Hier kann der schöne Boden atmen und Atmosphäre verbreiten.
    Herrlich unprätentiös, und ein bisschen Urlaub im Alltag - ein wenig Sommer im Raum :)).
    Hab es ganz fein, liebe Birgit, Deine Méa, die zwar hohe Schränke hat, doch eines Tages umarbeiten wird (teilen werde ich sie) - denn so sinnvoll... waren se nich...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Méa,
      das freut mich sehr - ich war jetzt auch ganz verwundert, wie groß der Raum doch ist, trotz der Schrägen. Und den Boden liebe ich ja sehr, daher finde ich es schön, viel von ihm zu sehen. Ich empfinde es als sehr befreiend und beruhigend, dass der Raum relativ leer und klar ist. Eignet sich sehr gut zum entspannen und schlafen :-).

      Auf Deine Projekte bin ich jetzt schon gespannt :-).

      Liebe Grüße
      Birgit

      Löschen
  2. Liebe Birgit!
    Einfach und doch total lässig.
    Gefällt mir echt gut deine Lösung. Und das Zimmer bleibt dabei wunderbar luftig.
    Ich beneide dich sowieso um das Bett unterm Sternenhimmel :-)
    Ganz liebe Grüße
    Monika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Monika,
      vielen Dank ! Gerade an dem einfachen habe ich auch große Freude, muss ich sagen. Je klarer und einfacher desto besser. Außer manchmal, da müssen Details sein, wie bei dem Musselinglas in der Tür :-). Das Bett unterm Sternenhimmel finde ich auch nach wie vor wunderbar. Bei den kurzen Nächten zur Zeit wache ich zwar vor 5 auf, aber meist lasse ich trotzdem das Plissee unten und gucke in den Himmel. Ausschlafen kann ich im Winter :-).

      Liebe Grüße
      Birgit

      Löschen
  3. Das sieht sehr schön aus, so leicht und und freundlich

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank, das freut mich sehr :-) !

      Liebe Grüße
      Birgit

      Löschen
  4. Eine schöne platzsparende Idee. Passt wie angegossen dort rein und sieht auch nicht unordentlich aus.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über liebe Kommentare - dadurch macht das ganze erst richtig Spaß !
Ungefragt platzierte Werbelinks werden entfernt.