A new life... im März

Plötzlich und unerwartet ist der 15. und ich hab meinen Post für "A new life", Traudes wunderbarer Aktion, noch nicht fertig ! Also dann mal los:



Heute soll es um das Thema Müllvermeidung und in dem Zusammenhang auch um die eigene Herstellung von Reinigungsmitteln gehen. Dadurch spart man nämlich nicht nur viel Verpackungsmaterial sondern auch Geld UND man kann sicher sein, dass die Mittel nichts umweltschädigendes enthalten.

Als ich begonnen habe, auf Plastik verzichten zu wollen fiel mir erst auf, von welchen Mengen an Plastikverpackungen wir umgeben sind. Es ist erschreckend ! Im normalen Handel kann man kaum etwas kaufen, das nicht irgendwie in Plastik verpackt wurde. 

Die Krönung dessen sind - finde ich - die in Plastik eingeschweissten Bio (!)-Bananen, die man hin und wieder in Supermärkten findet. Zum Glück sind das noch Einzelfälle. Es ist doch so - Bananen sind von Natur aus perfekt verpackt.

Aber auch sonst. Ein großer Dorn im Auge sind mir die kleinen Plastiktüten in der Gemüseabteilung. Im Bioladen und neuerdings auch in unserem EDEKA gibt es die Möglichkeit, Papiertüten zu verwenden.

Schon viel besser ! 

Noch toller finde ich allerdings die wiederverwertbaren Beutel, die es inzwischen sowohl im Net als auch in einigen Bioläden gibt. Die werde ich mir demnächst zulegen. Sie sollten ja so leicht sein, dass das Gemüse dann nicht doppelt so teuer wird.

Ganz großartig ist etwas für die heutige Zeit neues: die Unverpackt-Läden. Hier ein link zum Laden in Kiel. Das Konzept gibt es inzwischen auch schon in anderen Städten. Früher war das ja normal, es gab nur die "Tante-Emma"-Läden. Im Unverpackt-Laden ist es wieder so ähnlich, nur mit Selbstbedienung. Man bringt Gläser mit, wiegt sie vorher ab und darf sie dann selber mit allem möglichen befüllen. Gemüse kann man auch in Leinenbeutel packen. 

Wer mehr lesen und Bilder sehen möchte, kann in Shias Blog stöbern. Sie hat inzwischen mehrere Berichte über die Unverpackt-Läden geschrieben. Überhaupt kann ich Euch den Blog sehr ans Herz legen. Shia hat es geschafft, fast keinen Müll mehr zu produzieren. Ich finde das bewundernswert und bin selber leider noch weit entfernt davon.

Eine weitere Möglichkeit, Verpackungen zu sparen, ist wie schon erwähnt DIY. Und Seife :-).

Zum Glück habe ich schon vor einigen Jahren handgesiedete Seifen entdeckt. Sie eignen sich wunderbar zum duschen und Haare waschen und kommen mit wenig Verpackung aus, die überwiegend aus Pappe/Papier besteht. 




Vor kurzem habe ich dann auf Smarticular entdeckt, dass man mit Hilfe von Kernseife und wenigen anderen Utensilien fast alles, was man im Haushalt braucht, selber machen kann. Dabei schont man nicht nur die Ressourcen und vermeidet Müll, sondern man spart auch viel Geld. 

Mein erstes Projekt war eine Handseife. Klar braucht man eigentlich keine Flüssigseife. Ich benutze normalerweise ja auch die Seifen als Block. Aber im Bad hab ich ein Aufsatzwaschbecken auf einem Holztisch und da kommt es bei Verwendung von Seifenstücken mit nassen Händen unweigerlich zu nassen, schaumigen Tropfen auf dem Holz, bei Flüssigseife nicht.



Also hab ich nach diesem Rezept von Smarticular welche hergestellt. Neben Kernseife hab ich Kokosöl, Bio-Seifenreste und etwas Honig reingetan. Honig ist natürlich nicht vegan, ich habe aber noch einige Gläser von Leuten, die selber Bienen haben und daher esse ich zur Zeit auch noch welchen.




Herausgekommen ist eine große Menge Handseife für wenige Cent. Einen Teil lagere ich in einer ehemaligen Olivenölflasche. 




Der Rest ist zur Verwendung im Spender. Bisher hält sie gut vor und funktioniert gut.




Gerade fällt mir ein, dass die Seife gar nicht mein erstes DIY-Projekt war. Ich habe nämlich im Spätsommer viele Ringelblumen geerntet und aus den Blütenblättern, Kokos- und Olivenöl eine Ringelblumen Wund- und Heilsalbe gekocht.





Gut, die Beschriftung hat noch Potential ;-). Aber sie hält und leistet gut Dienste.




Als nächstes möchte ich mal einen Haushaltsreiniger herstellen. Und ein Deo, mein aktuelles geht nämlich zur Neige. Ich werde dann berichten.

Als ersten Erfolg kann ich vermelden, dass ich meinen Plastikmüll immerhin halbiert habe. Früher habe ich immer in zwei Wochen einen gelben Sack voll gehabt, jetzt in vier. Mein nächstes Ziel sind sechs Wochen.

Restmüll habe ich sehr wenig. Ich habe gar keine Tonne, sondern benutze die Tüten (natürlich plastik :-( ) vom Kreis. Bis eine voll ist dauert es viele Wochen. Ich achte mal drauf, aber ich glaube, ich stelle nur alle zwei oder drei Monate eine an die Straße.

Gemüseabfälle, Stauden- und Strauchschnitt etc. wird kompostiert und kommt in Kürze aufs Gemüsebeet.

So, und jetzt freue ich mich auf die vielen anderen Beiträge zur Aktion. 

Liebe Traude, nochmal vielen, vielen Dank dafür !


Kommentare

  1. Hallo Birgit, vielen Dank für die Inspiration und den Link zum Seifenrezept. Das werde ich demnächst mal ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Hallo Julia,
      prima, das freut mich ja ! Viel Spaß dabei !

      Liebe Grüße
      Birgit

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  2. Tolle Sache, Deine seifigen Tips! In der Gästetoilette find ich flüssige Seife nämlich sehr angenehm. Ein wichtiges Thema - wenn man mit wenigen Mitteln diese ganze Putzmittelarie runterfahren kann, dann ist das sicher ein sehr guter Beitrag zur Umweltschonung.
    Vielen Dank für diesen Post und liebe Grüße
    Antje

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    1. Hallo Antje,
      na sowas, ich hatte eben schon mal geantwortet und schwupp, ist alles weg. Seltsam. Jedenfalls vielen Dank und ganz liebe Grüße,
      Birgit

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  3. interessant!
    seife & putzmittel ist hier auch gerade ein thema. aber so richtig den stein des weisen hab ich da noch nicht gefunden..... selbersieden verbraucht wahrscheinlich mehr energie und resourcen als jede seifenfabrik. und wirklich gute seifen haben halt auch einen stolzen preis. allerdings finde ich ein waschbecke,n dass nach flüssigseife verlangt, ist schlechtes design im sinne von "die funktion bestimmt die form".
    in kernseife ist übrigens verseifter rindertalg - und wenn nicht dann palmöl. man kommt vom regen in die traufe ;-)
    xxx

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    1. Hallo Beate,
      dafür ist das Waschbecken hübsch und ich freu mich jeden Tag darüber :-). Im Bad benutzen ja mehrere Leute, auch mal Besucher, die Seife. Insofern finde ich es auch unter hygienischen Aspekten vorteilhaft, einen Spender dazuhaben statt eines Seifenstückes. Und mit einem Seifenstück kleckst man auch auf normalen Becken, wie ich in Küche und Wirtschaftsraum feststelle.

      Selber siede ich auch nicht. Darüber nachgedacht hatte ich durchaus, bin dann aber zu einem ähnlichen Schluss gekommen wie Du. Vermutlich ist es zusätzlich auch noch zeitintensiv. Die Seifen von "meiner" Siederin kosten tatsächlich um die 6 Euro pro 100g. Stimmt, das ist nicht billig. Dafür reicht so ein Stück aber durchaus lange, obwohl ich es zum Haare waschen und duschen verwende. Ich hab es nicht gegengerechnet, glaube aber, dass es kein entscheidender Unterschied zur Shampoo/Duschgel etc.-Fraktion ist.

      Rindertalg kommt mir natürlich nicht ins Haus. Das Palmöl kommt bei der Sonett Seife zumindest aus kbA, ideal finde ich das aber auch nicht, da hast Du Recht. Ich hab nur einmal zwei Stücke gekauft und erst ein halbes verbraucht. Als nächstes werde ich es mal mit Alepposeife oder Savon de Marseille versuchen. Die sind palmölfrei.

      Liebe Grüße
      Birgit

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    2. ob die in aleppo wohl noch zum seifesieden kommen....
      :-(
      hast du eine bezugsquelle für solche seifen? und würdest du die mir verraten?? :-)
      xxx

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    3. Vermutlich zur Zeit nicht :-(...
      Meine "normalen" Seifen bestelle ich bei Alles-schöne-Dinge. Alepposeife gibt es da auch, aber keine, die nur aus Olivenöl besteht. Diese wiederum habe ich aber in Biomärkten und ich glaube auch in Drogeriemärkten gesehen.

      Liebe Grüße
      Birgit

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  4. du hast ja die beste Lösung für dich gefunden ;)
    vielleicht wäre es ja auch möglich eine Seife in einer Seifenschale
    hinzustellen ..wenn sie nicht zu klein ist ließe sich Tropferei sicher vermeiden..
    denke es tropft auch so schon mal daneben wenn man sich einfach nur wäscht..
    Rindertalg fällt bei der Schlachtung eh an .. und warum soll es nicht weiter verarbeitet werden?
    Kein Rind wird wegen dem Talg und Fett geschlachtet..
    ich für meinen Teil denke eine Brandrodung in Indonesien für Palmöl ist schlimmer..
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Das mit der Seifenschale mache ich in der Küche und im Wirtschaftsraum so, nur im Bad hat es sich eben nicht bewährt, denn es tropft dann in jedem Fall auf die Holzplatte. Außerdem sind da noch die erwähnten hygienischen Gründe, wenn mehrere Leute und auch Gäste das gleiche Seifenstück benutzen.

      Für mich ist Tierleid mindestens genauso schlimm. Ich bin seit 30 Jahren Vegetarierin und bemühe mich um Veganismus (was nicht 100%ig klappt). Insofern kommt für mich etwas aus Rindertalg nicht in Frage.

      Liebe Grüße
      Birgit

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  5. Liebe Sunny,
    interessant, was du so alles selber machst. Papiermüll finde ich nicht so schlimm, weil Altpapier gut gesammelt und recycelt wird. Wesentlich schädliicher ist der Plastikmüll. Davon landet so viel in den Meeren. in meinen Tests kritisiere ich regelmäßig, dass jedes Teil einzeln in Plastik verpackt ist. Das kann man mit Papier, Pappe und Stoffbeutel besser machen. Ich folge dir jetzt per GFC und vielleicht magst du ja auch meinem Blog folgen. Hier habe ich noch ein Buch für dich:http://ein-kleiner-blog.blogspot.de/2015/09/haushaltsreiniger-pflegeprodukte-co.html
    LG Elke

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    1. Liebe Elke,

      vielen Dank, hab mich bei Dir eingetragen :-) ! Ja genau, ich finde Plastik auch mit Abstand am schlimmsten. Dabei wäre das meiste überhaupt nicht notwendig. Man könnte Flüssigkeiten selbst abfüllen und die Behälter wiederverwenden. Und vieles komplett unverpackt verkaufen.

      Das schöne ist, dass immer mehr Menschen ein Bewusstsein dafür entwickeln. Es muss nur noch viel, viel mehr werden :-).

      Liebe Grüße
      Birgit

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  6. Liebe Birgit,

    das sind tolle Tipps! Ich habe natürlich auch die Kommentare dazu gelesen, und daran erkennt man, es gibt „Fortgeschrittenere“ in Sachen Umweltschonung, die noch viel mehr Aspekte bedenken, aber meiner Meinung nach zählt JEDER Schritt in die richtige Richtung. Bei uns ist es auch so, dass wir jetzt einfach viel seltener den Plastiksammelsack oder die Mülltonne voll haben, seit wir z.B. an der Käse-Wurst-Theke unsere eigenen Tupperdosen zum Befüllen abgeben, Milch wieder in Glasflaschen kaufen können etc. Das sind Kleinigkeiten und jeder strenge Veganer schüttelt wohl den Kopf darüber, dass man überhaupt bei der Wursttheke etwas kauft, aber so ist es nun mal, ich werde selber vermutlich nie zur „komplett-Vegetarierin“ und mein Mann („Fleisch ist mein Gemüse!“) schon gar nicht. Aber wenigstens Bio oder heimische Produktion und ohne zusätzlichem Plastikmüll, das ist schon viel mehr als mancher andere tut. Wie du sagst: „Das schöne ist, dass immer mehr Menschen ein Bewusstsein dafür entwickeln. Es muss nur noch viel, viel mehr werden :-).“ Da gebe ich dir vollinhaltlich recht!

    Ganz herzliche vor-österliche Rostrosengrüße und danke für deine Verlinkung,

    Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/03/bahnwarterinnen-lauchkuchen-auf.html#comment-form

    ✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ

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    1. Liebe Traude,

      ja genau, so sehe ich das auch. Alles auf einmal zu ändern und immer alles richtig zu machen, an alles zu denken schafft wohl kaum jemand. Schade wäre es, dann gar nicht erst anzufangen, weil es ja eh nicht möglich ist. Insofern finde ich auch jeden Schritt in die richtige Richtung gut und wichtig.

      Dass jeder andere Prioritäten setzt ist ja auch gut, so findet jedes Thema Beachtung und man kann sich gegenseitig inspirieren.

      Liebe Grüße
      Birgit

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  7. Da hast du ja großes Glück, sogar einen unverpackt-Laden in deiner Nähe zu haben. Diesen Vorteil hat nur meine Schwester, aber wo ich wohne, bin ich letztens sogar in einem Laden gewesen, deren Verkäuferin Plastik-Tüten richtig gut fand. Ich habe die T-Shirts dann unverpackt mitgenommen.Immerhin wollen sie ab nächsten Monat umstellen. Papiertüten im EDEKA konnte ich auch noch nicht entdecken. Und Käse gibt es in unserem übriggebliebenen Supermarkt nur noch in Folie eingeschweißt...gar nichts mehr lose. Für mich wäre es gar nicht möglich, ohne Plastik durchs Leben zu gehen, aber man kann wenigstens seinen kleinen Anteil zur Reduzierung beitragen.
    Ein toller Beitrag von dir und den empfohlenen Blog werde ich gleich mal besuchen.
    LG Sigrun

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