A new life...

...oder Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität


Eigentlich zeige ich ja Bilder aus Haus und Garten, aber heute soll es mal um etwas anderes gehen. 

Ich möchte mich an der großartigen Aktion von Traude Rostrose beteiligen. Im Grunde geht aus der Überschrift schon hervor, worum es geht. Traude erklärt es hier aber nochmal ausführlicher:





Da ich mir schon lange darüber Gedanken mache, was mit unserer Erde passiert beziehungsweise was wir ihr, den Pflanzen und Tieren und letztlich auch uns selber antun, bin ich hier gern dabei. 

Dabei gibt es eine Fülle von Themen, die mir am Herzen liegen und wo ich versuche, mich und mein Verhalten zu verändern. 


Vegetarische/vegane Ernährung
Müllvermeidung
Ressourcen
Konsum
Minimalismus 
Umgang mit Tieren
Umweltschutz
Selbstversorgergarten
...

Wahrscheinlich habe ich noch das eine oder andere vergessen. Wenn ich mich so umsehe gibt es so viel, das verändert werden sollte, damit unsere Erde überleben kann, dass ich manchmal resignieren könnte. Es ist einfach zuviel.

Aber der Trick, unmöglich scheinende Aufgaben doch zu bewältigen ist ja, Schritt für Schritt zu gehen und einfach immer weiterzumachen. So habe ich in noch keinem der genannten Bereiche Perfektion erlangt -leider. Aber ich habe angefangen, Schritte in die richtige Richtung zu gehen und hoffe, ich kann das immer weiter ausbauen.

Ich habe mir überlegt, dass ich zu jedem 15. d.M. eines oder zwei der Themen herauspicke und einfach schreibe, wie ich versuche, die Dinge zu verändern. Dabei hoffe ich, dass wir uns gegenseitig inspirieren und vielleicht andere erreichen und motivieren, auch mitzumachen. 


Da es das Thema ist, das mich vermutlich schon am längsten beschäftigt beginne ich mit der 

vegetarischen Ernährung.



Als ich etwa 15 war - also vor 30 Jahren - habe ich kapiert, dass es Massentierhaltung gibt und was das eigentlich bedeutet. Also gewusst habe ich es natürlich vorher schon, aber das Ausmaß der Schrecklichkeit wurde mir da erst nach und nach bewusst. Ich habe dann beschlossen, dass ich das boykottieren will und habe aufgehört, Fleisch zu essen.

Am Anfang war es relativ schwierig, das durchzusetzen und allen klar zu machen, dass ich es wirklich ernst meine und WIRKLICH keine Tiere mehr essen will. Nein wirklich nicht. Nein, auch kein Huhn.... 

Als Verzicht habe ich das nie empfunden, es fehlte mir nie etwas. Ich brauche auch im Grunde keine Ersatzprodukte, wobei ich sie mir manchmal trotzdem kaufe, weil einige sehr lecker sind. Ansonsten freue ich mich über mein Gemüse. 

So weit, so gut. Leider stellte ich irgendwann fest, dass auch die "Produktion" von Eiern und Milch erhebliches Tierleid bedingt. Auch wenn man konsequent Bioqualität kauft. Denn die männlichen Küken werden auch umgebracht und die Kälber werden ihren Müttern entrissen. 

Wer mehr Hintergrundinformation möchte kann zum Beispiel hier bei Peta2 einen guten Überblick erhalten.

Mir war auch lange nicht klar, dass eine vegetarische und vegane Ernährungs- oder gar Lebensweise erheblich zum Schutz der Umwelt, der Ressourcen und der Ernährung der Weltbevölkerung beiträgt. 

Nun war also klar, ich muss zumindest auf Milch und Eier verzichten. Während ich quasi problemlos über Nacht zur Vegetarierin wurde ist es mir bisher nicht gelungen, Veganerin zu sein. Ich liebe Milchkaffee, Quark, Käse (der im übrigen oft nicht mal vegetarisch ist,  wegen des Labs aus den Kälbermägen) und irgendwie war Kaffee mit Nuss- und Getreidemilch nie so richtig gut.

Es hat einige Monate gedauert, aber nachdem ich irgendwo gelesen hatte, dass man Kaffee auch mit Kokosöl aufschäumen kann hab ich das einfach mal probiert und auf einmal ist der Knoten geplatzt und ich konnte auf Milch verzichten. Für etwas anderes brauche ich sie nämlich eigentlich nicht.

Tee geht solo oder mit Hafer- oder Mandelmilch.

Dann fiel mir ein, dass ich mir vor Urzeiten mal Matcha gekauft hatte. Das ist so ein grellgrünes Grünteepulver. Ich verlinke Euch mal ein Video von Attila Hildmann zum Thema, der kann das besser erklären :-).



Es ist nämlich so, dass mein Magen immer mal streikt, wenn ich Kaffee trinke. Obwohl ich fast ausschließlich den bekömmlichen Espresso trinke. 

Matcha latte mit Hafer- oder Mandelmilch ist inzwischen für mich zu einem vollwertigen morgendlichen Kaffeeersatz geworden. Ich werde jetzt nicht für immer auf Kaffee verzichten, aber zur Zeit ist es halt der Matcha. 

So habe ich jetzt ein Etappenziel erreicht. Ich bin nicht mehr auf Milch angewiesen (ich habe es wirklich so empfunden), auf Eier sowieso nicht und ich kann jetzt immer mal vegane Tage einlegen. An den restlichen Tagen nehme ich auch nicht viel Milchprodukte zu mir.

Das war jetzt wirklich ein großer Schritt in die für mich richtige Richtung. Wie es weitergeht wird sich finden.

Vegan zu kochen fällt mir wiederum leicht. Die meisten meiner Rezepte waren automatisch vegan an dem Tag, an dem ich Kokosmilch für mich entdeckte. Inzwischen gibt es ja auch andere Alternativen, wie Hafer- und Mandelsahne
. Da muss man allerdings genau hinsehen, in einigen ist doch tatsächlich Palmöl. Ich kapiere überhaupt nicht, warum...
Eines meiner Lieblingsrezepte ist Linsen-Chili. Ich mache es so ähnlich wie in diesem  Rezept beschrieben, nur nehme ich noch rote Paprika dazu, meist frische Tomaten statt Pizzatomaten (schmeckt aber beides gut ) und eine Chilischote statt Pulver. Und ich brate gleich zu Anfang zwei Lorbeerblätter mit. Die und die Chili fische ich am Schluss raus.

Für die Süßmäulchen unter Euch verlinke ich noch ein schnelles veganes Tassen-Brownierezept, das ich hier entdeckt und gerade ausprobiert habe. Superlecker !
Das war also mein Weg als Vegetarierin. Über Fragen, eigene Erfahrungen und Ergänzungen würde ich mich sehr freuen :-) !



Hier ein Blick auf meinen Gemüsegarten, der sicherlich noch einen eigenen Beitrag bekommt.




*** 


Kommentare

  1. Liebe Birgit,
    vielen Dank für deinen Besuch bei mir, schön so deinen Blog kennenlernen zu können. Er ist so ganz nach meinem Geschmack: Haus sanieren, Garten gestalten, gesunde Lebensweise. Ich bin auf alles was kommt sehr gespannt.
    Ganz lieb, Jana

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    1. Liebe Jana,
      vielen Dank und herzlich willkommen ! Ich freu mich auch darauf, bei Dir mitzulesen.
      Liebe Grüße
      Birgit

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  2. Ein sehr interessanter Post, liebe Birgit und Hut ab, Du bist sehr konsequent !
    Ich versuche auch ab und an ein paar vegetarische Tage einzulegen. Schön , Dein Gemüsebeet. Ich freue mich auch schon darauf, im Frühjahr wieder Salat und Gemüse im Bauerngarten anzubauen.
    Viele Lieblingslandgrüße schickt Dir Petra ♥

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    1. Liebe Petra,
      vielen Dank ! So konsequent finde ich mich gar nicht. Einiges ist wirklich ein langer Weg und ich bin noch lange nicht da, wo ich sein will. Letztlich verändern sich die Ziele aber auch immer :-).
      Schritt für Schritt immer weiter, sage ich mir immer. Vegetarische Tage sind doch super !

      Oh ja, bald geht es wieder richtig los im Garten. Im März möchte ich das Gemüsebeet auf Vordermann bringen und schon mal die ersten frühen Pflanzen aussäen. Freu mich da auch schon richtig drauf.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Birgit

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  3. Du hast an meinem Problem gerüttelt: Da ich mir viele ähnliche Gedanken wie Du mache, überlege ich (allermeistens) ziemlich genau was ich esse und habe das nur selten als Verzicht empfunden. Tochter und Enkel sind schon lange Vegetarier, ich bekomme das zu 90% hin, aber die restlichen 10% ärgern mich noch sehr...

    Immerhin bin ich schon lange auf dem Weg und versuche an vielen verschiedenen Stellschrauben in meinem Leben zu drehen. Z.B. laufe ich wo immer es geht, mein Auto mit wenig PS nutze ich nur ca. 1x im Monat, wenn Baumaterial gefahren werden muss. Von (zu)viel Kleidung hab' ich mich vor Jahren schon getrennt und sie zur Bekleidungskammer gebracht. Früher war ich Modefreak, aber seit ich beachte wie diese Klamotten hergestellt werden verzichte ich dankend. Von meinen tausenden Büchern sind zunächst einhundert geblieben, aktuell sind es ein paar mehr, ich sortiere sie aber wieder! Die überzähligen hab' ich dem CVJM gespendet, die haben sich riesig gefreut über aktuelle Themen und gut verkäufliche Teile.

    Nun kommt das große ABER: mein Lebenspartner (seit vorigem Jahr) ist ein Fleisch- und Wurstliebhaber, dafür steht er nachts auf. Für die Umwelt hat er sich nie interessiert und sich keine Gedanken darüber gemacht, welches Leid durch rücksichtslose, gewinnorientierte Menschen über Tiere und Menschheit gebracht wird. Gaaanz langsam ändert sich das, aber es kostet mich viel Geduld und Erklärungen. Immer wieder neu. Wird es auf Dauer doch die gewünschte Wirkung zeigen? Ich hoffe es sehr, denn sonst wäre die Partnerschaft arg belastet, seufz...

    Am Ostersonntag starten wir auf den "kleinen" Camino de Santiago ab Porto in Portugal (die "großen" ab Südfrankreich und Granada bin ich schon 4x gegangen). Mit dem Hintergedanken, dass mein Freund erkennt, dass man gut überleben kann, wenn nicht immer alles verfügbar ist. Eine Garnitur Wechselkleidung kann ausreichen, Brunnenwasser wunderbar schmecken und zu essen was gerade da ist kann herrlich munden. Ich bin gespannt wie es wird...

    Gaaanz liebe Grüße zu Dir, schön, dass wir uns gefunden haben,
    Gabriele

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    1. Liebe Gabriele,
      das freut mich sehr, dass Du hier bist ! Ich komme jetzt erst zum antworten, weil ich diese Woche zu einer Fortbildung war. Ich finde, Du hast sooo viel erreicht. Und 90% Vegetarier ist doch super ! Wenn das jeder hinbekommen würde wäre die Welt schon eine andere. Ich kenn das aber, ich hadere auch dauernd mit mir und der Umsetzung meiner Pläne ;-).

      Vor Deinen Wanderungen habe ich großen Respekt, Du wirst den Camino ja dann schon zum 5. Mal gehen ! Das ist wirklich Klasse! Und wie schön, dass Dein Freund mitgeht. Es ändert bestimmt einiges an seiner Einstellung, könnte ich mir vorstellen. Ich bin sehr gespannt, was Ihr erleben werdet.

      Ganz liebe Grüße
      Birgit

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  4. Liebe Birgit,
    du bist in Sachen Ernährung wirklich schon sehr, sehr weit! Ich hatte vor 25 Jahren mal eine ausgeprägte vegetarische Phase. Da ich allerdings nicht sooo sehr der Gemüsefreak bin, gab es ziemlich viel Soja"fleisch" bei mir - Sojalaibchen, Spaghetti mit Sojasugo etc. Immerhin habe ich in dieser Phase 8 kg abgenommen, allein schon, weil ich mich bewusster als vorher ernährt habe. Dann ging ich auf den Markt meiner damaligen WOhngegend und der Geruch von Leberköse stieg mir in die Nase. Ich ließ mich zu einer Leberkäsesemmel verführen - und damit war meine "echte" Veggiephase vorüber ;o)) Nachdem ich mittlerweile mit einem "FLeisch-ist-mein-Gemüse"-Mann verheiratet bin, brauche ich einen kompletten Umstieg auch nicht in Erwägung ziehen, aber ich versuche mehr und mehr Rezepte zu finden, die uns beiden auch ohne Fleisch schmecken. Dein Linsenchili klingt auf jeden Fall so. Und im übrigen bemühen wir uns eben, im Bio-Laden oder zumindest in der Bioabteilung des Supermarktes zu bekommen, was wir brauchen. Vegan finde ich noch um einiges schwieriger, obwohl ich wegen einer Unverträglichkeit meiner Tochter im Kleinkinderalter eine Zeitlang vieles ohne Ei und Milch zubereitet habe. Das schmeckte mir nicht alles so besonders gut ;o)) Inzwischen bin ich ziemlich begeistert von Kokosmilch, Haselnussmilch und Mandelmilch - gekocht habe ich bisher aber nur mit letzterer...
    Danke für deine Verlinkung und deine Anregungen - ich freu mich schon auf deine weiteren Beiträge im Lauf der Zeit!
    Schönen Abend noch und alles Liebe,
    Traude
    (⁀‵⁀,) ✿
    .`⋎´✿✿¸.•°
    ✿¸.

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    1. Liebe Traude,
      mein GG ist auch ein "Fleisch-ist-mein-Gemüse"-Typ ;-), das Chili mag er aber tatsächlich auch sehr gerne. Es ist auch schnell gemacht. Ich koche meist eine große Portion und nehme am nächsten Tag noch was zur Arbeit mit. Kann man sogar auch kalt essen.

      Im Moment esse ich tatsächlich zu 95% vegan, auch unterwegs - was oft gar nicht so leicht ist. Was es zur Zeit einfacher macht ist, dass es offenbar "in" ist. Irgendwas hat sich in den letzten Jahren tatsächlich zum guten verändert. Es gibt so viele vegane Alternativen. Heute war ich im Edeka und stellte fest, dass sie dort in der Gemüseabteilung sogar Papiertüten anbieten - halleluja ! So eine einfache Maßnahme und so ein großer Effekt in Sachen Plastikvermeidung !

      Ich freu mich auch schon darauf, wie es mit Deinem tollen Projekt weitergeht.

      Liebe Grüße
      Birgit

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  5. Liebe Birgit,
    das war ein guter Beitrag.
    Vielen Dank für deinen langen Text dazu.
    Mit der Kokosmilch - das werd ich mal probieren :-)
    Veganer werd ich zwar nicht. Aber tierisches
    einsparen wo ich kann - das möchte ich schon.
    Ganz viele liebe Freitagsgrüße
    sendet dir die Urte :-)

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    1. Liebe Urte,
      da bin ich ja gespannt, wie Dir die Kokosmilch schmeckt ! Ich finde, man kann sie sehr gut statt Sahne für alles mögliche einsetzen. Gemüsecurrys sind lecker mit Kokos und auch Gemüsecremesuppen. Ich liebe ja Kürbissuppe.

      Viel Spaß beim Experimentieren und ein schönes Wochenende !
      Liebe Grüße
      Birgit

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  6. Liebe Birgit,
    so eine Hausrenovierung bzw. Neugestaltung ist immer sehr spannend, deshalb mußte ich mich gleich mal bei Dir umsehen. Es gefällt mir sehr gut, wie ihr das macht und auch Deine Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit sind sehr interessant.
    Ach - und in unserem alten Häuschen hatten wir übrigens auch so ein grünes 70er-Jahre-Bad. Was wir daraus gemacht haben - ohne allerdings alles rauszureißen - das kannst Du in Kürze in meinem Blog sehen. Damit ich Dich gleich wieder finde, wenn ich wieder zu Besuch kommen möchte, hab ich Dich gleich mal bei mir verlinkt.
    Ganz liebe Grüße
    Antje

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    1. Liebe Antje,
      ich freue mich schon auf Deinen Beitrag zur Badrenovierung ! Bin immer sehr beeindruckt, was so alles möglich ist und lasse mich sehr gerne inspirieren.

      Ganz liebe Grüße
      Birgit

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